Category: Wirtschaftsbegriffe

Solidaritätszuschlag: Um die ungleichen Lebensverhältnisse in den neuen und alten Bundesländern nach der Wiedervereinigung anzugleichen und entsprechende Maßnahmen mit zu finanzieren, wurde vom 1.1. 1995 an ein Zuschlag zur Lohn-, Einkommen-, Kapitalertrags- und Körperschaftsteuer von allen Steuerzahlern erhoben. Von der zu zahlenden Steuer wurden zuerst 7,5% zusätzlich einbehalten, seit 1.1. 1998 beträgt die Ergänzungsabgabe 5,5%. Dieser Zuschlagssatz ist nicht befristet.

Solidarprinzip: Nach diesem Grundgedanken werden in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwartende Ausgaben den zu erwartenden Einnahmen jährlich gegenübergestellt. Dabei sollen die Beiträge aktiver Arbeitnehmer die Beitragsausfälle bei anderen Versicherten mitgeringeren oder überhaupt keinen Einnahmen (z.B. Rentner) kompensieren.

Sonderabschreibung: jede Abschreibung, die keine normale Abschreibung ist. Während die Absetzungen für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung den Zweck hat, ein Wirtschaftsgut mit dem richtigen niedrigeren Weranzusetzen, beruhen die steuerrechtlich höheren Abschreibungen und S. auf besonderen Vorschriften, die aus sozial- und wirtschaftspolitischen Gründen (z.B.

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Sozialabgabe: die von Arbeitnehmern und Arbeitgebern getragenen Aufwendungen zur Finanzierung der verschiedenen Zweige der Sozialversicherung. Sozialauswahl: die dem Arbeitgeber bei einer betriebsbedingten Kündigung vorgeschriebene Berücksichtigung sozialer Gesichtspunkte.

Sozialbericht: Bericht der Bundesregierung über die sozial- und gesellschaftspolitischen Maßnahmen und Vorhaben. Damit erhält die Öffentlichkeit einen umfassenden Einblick, in welchem Umfang soziale Sicherheit, soziale Gerechtigkeit und eine humanere Gestaltung des Arbeitslebens erreicht worden sind. Der S. ist die Bilanz der auf sozial- und gesellschaftspolitischem Gebiet geleisteten Arbeit. Teil des Berichts ist das Sozialbudget, die Darstellung aller sozialen Leistungen und ihre Finanzierung. Dessen Zahlen sind auch Grundlage für internationale Vergleiche.

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Sondereinzelkosten: die Einzelkosten, die in der Betriebsabrechnung auftragsweise erfasst werden können, aber nicht zu Fertigungsmaterialkosten oder Fertigungslöhnen gehören. Daneben gibt es mit den Sondereinzelkosten des Vertriebs noch solche Einzelkosten, die unmittelbar der abgesetzten Leistung zugerechnet werden können (z.B. Vertreterprovision).

Sondervermögen: eine verwaltungsmäßig vom übrigen öffentlichen Vermögen getrennte und zur Erfüllung spezieller Aufgaben bestimmte Vermögensmasse, für die meist ein besonderer Haushalts- bzw. Wirtschaftsplan geführt wird. Solch ein Neben- oder Sonder-haushalt mit spezifischen Zweckbestimmungen ist beispielsweise das ERP- Sondervermögen.

Sonderziehungsrechte:
Bewertungskorb für Sonder2iehungsrechte (SZR)
In eine Einheit SZR gehen je Währung die genannten Mengen ein (Quoten sei1.1.2001)

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Marktsegmentierung: die Aufspaltung des Gesamtmarkts in untereinander möglichsheterogene und in sich möglichshomogene Teilmärkte. Wegen der unterschiedlichen Nachfrage ises zweckmäßig, T Zielgruppen zu bestimmen und das Angebodirekauf diese zuzuschneiden, also Marktsegmente zu bilden. – Siehe auch T Marketing.

Marktversagen: liegvor, wenn der Marktmechanismus aus Angebound Nachfrage nichzu den volkswirtschaftlich wünschenswerten Ergebnissen führund die Produktionsfaktoren nichso verwendewerden, dass sie den größtmöglichen Ertrag bringen.

In Fällen des M. bei externen Effekten, T öffentlichen Gütern oder Monopolen greifder Staain das Marktgeschehen ein, um Nachteile von Verbrauchern oder anderen Anbietern zu verhindern oder volkswirtschaftlich sinnvollere Ergebnisse zu erreichen. So werden z.B.

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Midijob: eine zum 1.4.2003 neu eingeführte Variante der geringfügigen Beschäftigung, auch Gleitzonenbeschäftigung genannt, deren Verdienszwischen 400,01 € und 800 € liegt. Arbeitgeber zahlen, anders als beim T Minijob, auf die Vergütung des Arbeitnehmers den regulären Sozialversicherungsbeitrag von ca. 21 Prozent. Arbeitnehmer müssen je nach Höhe des Lohns einen progressiv steigenden Sozialversicherungsbeitrag entrichten. Ihre Belastung beträgab der Verdienstuntergrenze von 400 € 4 Prozenund steigbis auf 21 Prozenbei 800 €. Der Lohnsteuersatz richtesich nach der Lohnsteuerklasse.

Mietvertrag: ein auf Gebrauchsüberlassung gegen Entgelgerichtetes Schuldverhältnis, meisvon längerer Dauer (Dauerschuldverhältnis). Am häufigsten sind M. über Wohnraum, die, sollen sie länger als ein Jahr bestehen, schriftlich abgeschlossen sein müssen. Man benutzdazu häufig einen Mustermietvertrag, wie er von den Interessenverbänden der Vermieter und Mieter gemeinsam entworfen worden is(Einheitsmietvertrag). Iskein Endzeitpunkim Vertrag vereinbart, kann er durch Kündigung aufgelöswerden, wobei der Vermieter von Wohnraum die Vorschriften des Mieterschutzes beachten muss.

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Meistbegünstigungsklausel: Vereinbarung im internationalen Handel, wonach ein Staaeinem anderen alle außenhandelspolitischen Vorteile (z.B. Zollermäßigungen) einräumt, die er bereits einem dritten Staazugestanden hat. Dieses Prinzip verhinderdie Benachteiligung einzelner Länder im Welthandel, es isGrundbestandteil der Handelsabkommen von WTO und anderen.

Meister-BAföG: Als Gesetz zur Förderung der Aufstiegsfortbildung dienes der Finanziellen Absicherung von Vorbereitungen auf Meisterprüfungen im Handwerk und anderen vergleichbaren Abschlüssen in Industrie, Handel, in freien Berufen und im Gesundheitswesen.- Siehe auch BAföG. Meldebestand: der Lagerbestand, bei dessen Erreichen die Nachbestellung erfolg(Beschaffung). Berechnung: Meldebestand = durchschnittlicher Tagesbedarf x durchschnittliche Beschaffungsdauer + Reservebestand. Mengennotierung: Devisenkurs. Mengentender: ein Ausschreibungs- bzw. Zuteilungsverfahren für Wertpapierpensionsgeschäfte, das die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen ihrer T Offenmarktpolitik einsetzt. Dabei legdie EZB den Zins (Pensionssatz) fest, zu dem Kreditinstitute Wertpapiere an die EZB verkaufen können, während die Kreditinstitute Gebote darüber abgeben, wie viele Wertpapiere sie veräußern wollen. Zugeteilwird dann der Betrag, der den Vorstellungen der EZB bezüglich der Geldmenge entspricht.

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Merkantilismus: Bezeichnung für eine durch massive Staatseingriffe in die Wirtschafgekennzeichnete Wirtschaftspolitik während der Zeides Absolutismus zwischen dem 16. und Jh. Ziele waren die Steigerung der nationalen Wirtschaftskraf- wenn möglich die Erreichung der Autarkie – und die Erhöhung der Staatseinkünfte z.B. durch die Erhebung von Schutzzöllen und die Förderung der früh- industriellen Produktion.

Messe: Schauveranstaltung miMarkt-charakter, die ein umfassendes Angeboeines (Fachmessen wie die CeBIT in Hannover) oder mehrerer Wirtschaftszweige (allgemeine Messen wie der Mannheimer Maimarkt) bietet. Sie findemeisein- oder mehrmals im Jahr je-weils am gleichen Orund zu bestimmten Zeiten statt. Die heutigen Messen sind überwiegend Mustermessen, auf denen Abschlüsse zwischen den Herstellern und den Wiederverkäufern getätigwerden. M. dienen auch der Kontaktpflege und der Aufnahme neuer Kontakte. Abschlüsse auf Messen sind außerdem wichtige Konjunkturbarometer.

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Materialwirtschaft: der Unternehmensbereich, der sich mit der Planung und Steuerung des Material- und Warenflusses von Einkauf bis Logistik befasst. Dazu zählen: Materialplanung, Ermittlung des Materialbedarfs, Beschaffung, Kontrolle des Materialeingangs (Warenannahme) und Materialprüfung (Qualitätsprüfungen), innerbetrieblicher Transport und Warenverteilung für die Produktion, Bevorratung auf allen Lagerstufen im Sinn der Materialbereitstellung, Materialentsorgung und Verwertung von Abfallstoffen.

Matrixorganisation: Aufbauorganisation eines Unternehmens, bei der sich eine nach Fachabteilungen gegliederte und eine nach Objekten (Produkte) bzw. Projekten gegliederte Organisation überlappen. Dabei haben die jeweiligen Produkt- bzw. Projektmanager ein objektbezogenes Anordnungsrechquer durch die Fachabteilungen (z.B. Verkauf, Finanzen). Die Fachabteilungsleiter verfügen hingegen über ein funktionsbezogenes Weisungsrecht.

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Mehrliniensystem: einzelne Stellen in der Aufbauorganisation eines Unternehmens sind mehreren anderen Stellen untergeordnet. Ein Vorteil isdie Abkürzung des Anordnungswegs im Vergleich zum T Einliniensystem. Ein Nachteil isdie gelegentliche Überschneidung von Zuständigkeiten.

In den meisten Industrienationen werden die wirtschaftlichen Aktivitäten über eine Vielzahl von Märkten koordiniert. Die Wirtschaftssysteme werden deshalb als Marktwirtschaften bezeichnet. Die in der Realitäexistierenden Marktwirtschaften unterscheiden sich z.T. jedoch wesentlich vom Idealtyp der freien Marktwirtschaft.

● Historische Entwicklung
Eine der Voraussetzungen für eine freiheitliche wirtschaftliche Betätigung war die Überwindung des Feudalismus im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Die Vorstellung einer liberalen, durch das freie Spiel der ökonomischen Kräfte bestimmten Wirtschafentstand v. a. als Reaktion auf den Merkantilismus und aus der Kritik an der Wirtschaftspolitik während der Zeides Absolutismus, die durch massive

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Massenentlassung, Materialgemeinkosten und Materialkosten – Wirtschaftsbegriffe Liste
Massenentlassung: in Phasen des konjunkturellen Abschwungs oder bei strukturellen Krisen innerhalb bestimmter Branchen (z.B. Bergbau) vorkommende Form des Arbeitsplatzabbaus. M. liegvor, wenn innerhalb von 30 Kalendertagen einer größeren Anzahl von Arbeitnehmern gekündigwird (z.B. liegdiese in Betrieben mi60 bis unter 500 Beschäftigten bei 25 Kündigungen). M. müssen dem Arbeitsamangezeigwerden.

Materialgemeinkosten: umfassen den Gemeinkostenmaterialverbrauch (Hilfs- und Betriebsstoffe) sowie die midem Bezug, der Lagerung, Wartung und Ausgabe des Materials verbundenen Verwaltungskosten. M. werden in Prozenten des Fertigungsmaterialverbrauchs in der Zuschlagskalkulation verrechnet.

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