Category: Wirtschaftsbegriffe

Marktsegmentierung: die Aufspaltung des Gesamtmarkts in untereinander möglichsheterogene und in sich möglichshomogene Teilmärkte. Wegen der unterschiedlichen Nachfrage ises zweckmäßig, T Zielgruppen zu bestimmen und das Angebodirekauf diese zuzuschneiden, also Marktsegmente zu bilden. – Siehe auch T Marketing.

Marktversagen: liegvor, wenn der Marktmechanismus aus Angebound Nachfrage nichzu den volkswirtschaftlich wünschenswerten Ergebnissen führund die Produktionsfaktoren nichso verwendewerden, dass sie den größtmöglichen Ertrag bringen.

In Fällen des M. bei externen Effekten, T öffentlichen Gütern oder Monopolen greifder Staain das Marktgeschehen ein, um Nachteile von Verbrauchern oder anderen Anbietern zu verhindern oder volkswirtschaftlich sinnvollere Ergebnisse zu erreichen. So werden z.B.

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Midijob: eine zum 1.4.2003 neu eingeführte Variante der geringfügigen Beschäftigung, auch Gleitzonenbeschäftigung genannt, deren Verdienszwischen 400,01 € und 800 € liegt. Arbeitgeber zahlen, anders als beim T Minijob, auf die Vergütung des Arbeitnehmers den regulären Sozialversicherungsbeitrag von ca. 21 Prozent. Arbeitnehmer müssen je nach Höhe des Lohns einen progressiv steigenden Sozialversicherungsbeitrag entrichten. Ihre Belastung beträgab der Verdienstuntergrenze von 400 € 4 Prozenund steigbis auf 21 Prozenbei 800 €. Der Lohnsteuersatz richtesich nach der Lohnsteuerklasse.

Mietvertrag: ein auf Gebrauchsüberlassung gegen Entgelgerichtetes Schuldverhältnis, meisvon längerer Dauer (Dauerschuldverhältnis). Am häufigsten sind M. über Wohnraum, die, sollen sie länger als ein Jahr bestehen, schriftlich abgeschlossen sein müssen. Man benutzdazu häufig einen Mustermietvertrag, wie er von den Interessenverbänden der Vermieter und Mieter gemeinsam entworfen worden is(Einheitsmietvertrag). Iskein Endzeitpunkim Vertrag vereinbart, kann er durch Kündigung aufgelöswerden, wobei der Vermieter von Wohnraum die Vorschriften des Mieterschutzes beachten muss.

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Meistbegünstigungsklausel: Vereinbarung im internationalen Handel, wonach ein Staaeinem anderen alle außenhandelspolitischen Vorteile (z.B. Zollermäßigungen) einräumt, die er bereits einem dritten Staazugestanden hat. Dieses Prinzip verhinderdie Benachteiligung einzelner Länder im Welthandel, es isGrundbestandteil der Handelsabkommen von WTO und anderen.

Meister-BAföG: Als Gesetz zur Förderung der Aufstiegsfortbildung dienes der Finanziellen Absicherung von Vorbereitungen auf Meisterprüfungen im Handwerk und anderen vergleichbaren Abschlüssen in Industrie, Handel, in freien Berufen und im Gesundheitswesen.- Siehe auch BAföG. Meldebestand: der Lagerbestand, bei dessen Erreichen die Nachbestellung erfolg(Beschaffung). Berechnung: Meldebestand = durchschnittlicher Tagesbedarf x durchschnittliche Beschaffungsdauer + Reservebestand. Mengennotierung: Devisenkurs. Mengentender: ein Ausschreibungs- bzw. Zuteilungsverfahren für Wertpapierpensionsgeschäfte, das die Europäische Zentralbank (EZB) im Rahmen ihrer T Offenmarktpolitik einsetzt. Dabei legdie EZB den Zins (Pensionssatz) fest, zu dem Kreditinstitute Wertpapiere an die EZB verkaufen können, während die Kreditinstitute Gebote darüber abgeben, wie viele Wertpapiere sie veräußern wollen. Zugeteilwird dann der Betrag, der den Vorstellungen der EZB bezüglich der Geldmenge entspricht.

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Merkantilismus: Bezeichnung für eine durch massive Staatseingriffe in die Wirtschafgekennzeichnete Wirtschaftspolitik während der Zeides Absolutismus zwischen dem 16. und Jh. Ziele waren die Steigerung der nationalen Wirtschaftskraf- wenn möglich die Erreichung der Autarkie – und die Erhöhung der Staatseinkünfte z.B. durch die Erhebung von Schutzzöllen und die Förderung der früh- industriellen Produktion.

Messe: Schauveranstaltung miMarkt-charakter, die ein umfassendes Angeboeines (Fachmessen wie die CeBIT in Hannover) oder mehrerer Wirtschaftszweige (allgemeine Messen wie der Mannheimer Maimarkt) bietet. Sie findemeisein- oder mehrmals im Jahr je-weils am gleichen Orund zu bestimmten Zeiten statt. Die heutigen Messen sind überwiegend Mustermessen, auf denen Abschlüsse zwischen den Herstellern und den Wiederverkäufern getätigwerden. M. dienen auch der Kontaktpflege und der Aufnahme neuer Kontakte. Abschlüsse auf Messen sind außerdem wichtige Konjunkturbarometer.

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Materialwirtschaft: der Unternehmensbereich, der sich mit der Planung und Steuerung des Material- und Warenflusses von Einkauf bis Logistik befasst. Dazu zählen: Materialplanung, Ermittlung des Materialbedarfs, Beschaffung, Kontrolle des Materialeingangs (Warenannahme) und Materialprüfung (Qualitätsprüfungen), innerbetrieblicher Transport und Warenverteilung für die Produktion, Bevorratung auf allen Lagerstufen im Sinn der Materialbereitstellung, Materialentsorgung und Verwertung von Abfallstoffen.

Matrixorganisation: Aufbauorganisation eines Unternehmens, bei der sich eine nach Fachabteilungen gegliederte und eine nach Objekten (Produkte) bzw. Projekten gegliederte Organisation überlappen. Dabei haben die jeweiligen Produkt- bzw. Projektmanager ein objektbezogenes Anordnungsrechquer durch die Fachabteilungen (z.B. Verkauf, Finanzen). Die Fachabteilungsleiter verfügen hingegen über ein funktionsbezogenes Weisungsrecht.

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Die Distributionspolitik umfasst die Festlegung der Absatzwege, auf denen das Produkvon der Unternehmung zum Kunden gelangt. Der Absatz kann direkt durch eine Verkaufsniederlassung bzw. durch Reisende oder auf indirektem Weg durch den Groß- und Einzelhandel erfolgen.
■ Welche Marketinginstrumente setzen die Hersteller von Automobilen, Waschmitteln oder Markenbekleidung ein und wie sehen die Unterschiede zwischen verschiedenen Anbietern aus?
Die neuesten Marketingtrends findesdu auf der Website www.absatzwirtschaft.de.

■ KOTLER, PHILIP: Philip Kotlers Marketing-Guide. Frankfuram Main (Campus) 2004. ■ MEFFERT, HERIBERT und BRUHN, MANFRED: Marketing. Grundlagen marktorientierter Unternehmensführung. Wiesbaden (Gabler) 92000. ■ NIESCHLAG, ROBERT u.a.: Marketing. Berlin (Duncker & Humblot) 192002.

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Mehrliniensystem: einzelne Stellen in der Aufbauorganisation eines Unternehmens sind mehreren anderen Stellen untergeordnet. Ein Vorteil isdie Abkürzung des Anordnungswegs im Vergleich zum T Einliniensystem. Ein Nachteil isdie gelegentliche Überschneidung von Zuständigkeiten.

In den meisten Industrienationen werden die wirtschaftlichen Aktivitäten über eine Vielzahl von Märkten koordiniert. Die Wirtschaftssysteme werden deshalb als Marktwirtschaften bezeichnet. Die in der Realitäexistierenden Marktwirtschaften unterscheiden sich z.T. jedoch wesentlich vom Idealtyp der freien Marktwirtschaft.

● Historische Entwicklung
Eine der Voraussetzungen für eine freiheitliche wirtschaftliche Betätigung war die Überwindung des Feudalismus im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Die Vorstellung einer liberalen, durch das freie Spiel der ökonomischen Kräfte bestimmten Wirtschafentstand v. a. als Reaktion auf den Merkantilismus und aus der Kritik an der Wirtschaftspolitik während der Zeides Absolutismus, die durch massive

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Massenentlassung, Materialgemeinkosten und Materialkosten – Wirtschaftsbegriffe Liste
Massenentlassung: in Phasen des konjunkturellen Abschwungs oder bei strukturellen Krisen innerhalb bestimmter Branchen (z.B. Bergbau) vorkommende Form des Arbeitsplatzabbaus. M. liegvor, wenn innerhalb von 30 Kalendertagen einer größeren Anzahl von Arbeitnehmern gekündigwird (z.B. liegdiese in Betrieben mi60 bis unter 500 Beschäftigten bei 25 Kündigungen). M. müssen dem Arbeitsamangezeigwerden.

Materialgemeinkosten: umfassen den Gemeinkostenmaterialverbrauch (Hilfs- und Betriebsstoffe) sowie die midem Bezug, der Lagerung, Wartung und Ausgabe des Materials verbundenen Verwaltungskosten. M. werden in Prozenten des Fertigungsmaterialverbrauchs in der Zuschlagskalkulation verrechnet.

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Marktmechanismus (Preismechanismus): der Prozess der automatischen Preisbildung durch das Zusammenspiel von Angebound Nachfrage auf Märkten mieiner Vielzahl von Anbietern und Nachfragern. Die drei Marktfaktoren Angebot, Nachfrage und Preis stehen dabei in einem engen wechselseitigen Zusammenhang, sodass Änderungen bei einem dieser Faktoren jeweils Veränderungen der beiden anderen Faktoren zur Folge haben. Eine besondere Rolle in diesem Zusammenspiel hader Preis, da er Angebound Nachfrage am Markzum Ausgleich bringund damieinen Gleichgewichtszustand herbeiführt.

Isdie nachgefragte und die angebotene Menge eines Gutes vom Preis abhängig, wird der Anbieter normalerweise umso mehr (weniger) verkaufen, je höher (niedriger) der Preis des Gutes ist. Umgekehrwird der Nachfrager üblicherweise umso mehr (weniger) kaufen, je niedriger (höher) der Preis ist. Der Gleichgewichtspreis bildesich nun genau in der Höhe, bei der die von den Verkäufern angebotene Menge an Gütern auch von den Nachfragern tatsächlich gekaufwird, wenn die Gleichgewichtsmenge erreichist.

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Mikroökonomie (Mikroökonomik, mikroökonomische Theorie): Teil der Volkswirtschaftstheorie, der sich midem Wirtschaftsverhalten von privaten Haushalten und Unternehmen befasst. So wird danach gefragt, wie wirtschaftliche Entscheidungen in privaten Haushalten (z.B. über die Verwendung des Einkommens) und Unternehmen (z.B. über die geplante Produktionsmenge) zustande kommen und wie sie sich auf Angebound Nachfrage auf verschiedenen Märkten auswirken.

Mindestbestand: eiserner Bestand. Mindestreserven: Guthaben, die die Kreditinstitute bei der Zentralbank in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes (Mindestreservensatz) ihrer Einlagen unterhalten müssen. M. sind unverzinslich; sie schmälern daher die Rentabilitäder Kreditinstitute. Ursprünglich zur Sicherung der Liquiditägedacht, dienen M. heute eher währungspolitischen Zielen, da die Zentralbank über die Festsetzung des M. (Mindestreservenpolitik) die Geldmenge beeinflussen kann.

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